Einrichtung und Nutzung
Einfädeln, Probenähen und Pflege des bernette FUNLOCK
Einrichtung und Nutzung
Fertigstellungsmaschinen profitieren von einer wiederholbaren Einrichtungsroutine. Wählen Sie für das bernette 42, 44 und 48 FUNLOCK zuerst den genauen Stich und befolgen Sie anschließend die Vorgaben des jeweiligen Modells zu Nadelpositionen, Fadenwegen, Einsatz oder Messereinstellung sowie zur Probeversäuberung. Die Anleitungen beschreiben mehrere ähnlich aussehende Bedienelemente, doch die Betriebsarten sind nicht austauschbar.
Beginnen Sie mit der richtigen Anleitung und dem passenden Nadelsystem
Bewahren Sie die genaue Anleitung neben der Maschine auf. Das b42 ist ein Coverstich-/Kettenstichmodell, das b44 eine Overlockmaschine und das b48 kombiniert Overlock- und Coversticharbeiten. Die farbcodierten Wege helfen bei der Zuordnung der Fäden, doch jede Übersicht gibt die richtige Reihenfolge für eine bestimmte Stichbildung an. In der Anleitung des b48 wird ein mechanischer Einfädler für Unter- und Kettenstichgreifer genannt; die Anleitungen des b42 und b44 beschreiben modellspezifische Einfädelhilfen für Greifer und Fäden sowie einen manuellen Nadeleinfädler. Auf keiner dieser 40-series-Seiten wird das neuere automatische Lufteinfädelsystem beschrieben.
Alle drei Anleitungen schreiben Nadeln des Systems ELx705 vor und warnen davor, stattdessen eine gewöhnliche Haushaltsnähmaschinennadel zu verwenden. Prüfen Sie vor der Änderung der Stichkonfiguration in der Anleitung Nadelposition und -größe. Trennen Sie die Maschine vom Strom, bevor Sie Nadeln wechseln, den Greiferbereich zur Wartung öffnen oder die Maschine unbeaufsichtigt lassen, wie in der Anleitung angegeben.
Richten Sie die Maschine anhand der Tabelle ein, statt zu raten
Bestimmen Sie beim b44 vor dem Einfädeln die gewünschte Overlockbildung, die Nadelposition, ob ein Obergreifer-Konverter erforderlich ist und welche Schnittbreite benötigt wird. Die Einrichtung des b42 unterscheidet sich je nach schmalem oder breitem Coverstich, dreinadeligem Coverstich oder separatem Kettenstich. Beim b48 kommt noch der tatsächliche Wechsel zwischen schneidendem Overlockbetrieb, Coverstich und den tabellarisch aufgeführten Kombimustern hinzu. Verwenden Sie den richtigen Einsatz beziehungsweise die richtige Messereinstellung. Eine Tabellenzeile für den Overlockbetrieb des b48 ist nicht deshalb eine Coverstich-Einstellung, weil beides auf derselben Maschine möglich ist.
Beginnen Sie mit den vom Handbuch empfohlenen Fadenspannungen und der Stichlänge für die gewählte Stoffkategorie und nähen Sie dann eine Probenaht. Der Differentialtransportbereich des b44 und des b48 beträgt 0.6–2.0; im Handbuch des b42 ist derselbe Bereich für Anpassungen bei elastischem Material oder zum Kräuseln angegeben. Ein Transportverhältnis, das bei leichtem Jersey hilft, kann bei einem formstabilen Gewebe ein anderes Ergebnis liefern. Nehmen Sie nur kleine Anpassungen vor und prüfen Sie beide Seiten der Naht, statt die Reglereinstellung als allgemeingültiges Rezept zu betrachten. Bei Coverstichen weisen die Handbücher des b42 und des b48 ausdrücklich auf eine längere Stichlängeneinstellung als bei einem kurzen gewöhnlichen Overlockstich hin.
Jede Naht richtig abschließen und sichern
Coverstiche beginnen und enden anders als gewöhnliche Nähte mit Geradstich. Die Handbücher des b42 und des b48 warnen beide davor, dass sich die Greiferfadenstruktur auflösen kann, wenn am Ende daran gezogen wird. Befolgen Sie die im Handbuch beschriebene Methode zum Anhalten, Herausziehen der Fadenenden und Verknoten der Nadel- und Greiferfäden. Bei Kettensticharbeiten mit dem b42 beschreibt das Handbuch eine Greiferfadenschlinge, die sich aufziehen lässt. Das ist für vorübergehende Arbeiten praktisch, bietet aber nicht dieselbe verriegelte Nahtstruktur wie ein haushaltsüblicher Geradstich. Probieren Sie das Sichern von Nahtanfang und -ende aus, bevor Sie einen sichtbaren Saum nähen.
Prüfen Sie beim Overlocken die Schnittkante und den Fadenumschluss gemeinsam. Bei einer Overlock-Einstellung des b44 oder b48 müssen Stecknadeln vom Messerlauf ferngehalten werden. Die Handbücher empfehlen, die Fadenspannung an einem Probestück zu testen; sie garantieren nicht, dass jede Materialstärke, Garnoberfläche oder Stichart ohne Anpassung funktioniert. Entfernen Sie lose Fäden und leeren Sie den Auffangbehälter für Schnittabfälle, bevor er überläuft.
Reinigen und ölen Sie die Maschine gemäß den modellbezogenen Anweisungen
Ziehen Sie vor der Reinigung den Netzstecker. Die Handbücher des b44 und des b48 weisen darauf hin, dass Messerbewegungen Flusen und Stoffreste erzeugen. Bürsten Sie daher den Greifer- und Messerbereich regelmäßig mit einer trockenen Flusenbürste aus. Beim b42 fehlt das Overlock-Schneidemesser, doch auch dort müssen Flusen im Bereich von Greifer und Stichplatte entfernt werden. Verwenden Sie die im jeweiligen Handbuch angegebenen Schmierstellen und das dafür vorgesehene Nähmaschinenöl. Improvisieren Sie nicht mit Haushaltsöl oder Sprühprodukten.
Prüfen Sie bei gebrauchten Maschinen oder Open-Box-Angeboten, ob die jeweilige Maschine den passenden Nähfuß, die Werkzeuge, Einsätze oder den Konverter, den Nadelsatz, die Staubschutzhaube und den Auffangbehälter enthält, sofern diese Teile zum Standardlieferumfang gehören. Die Lieferumfänge des 42, 44 und 48 unterscheiden sich. Ein Zubehörfoto allein beweist nicht, dass beim Verkäufer alle Teile vorhanden sind. Bewahren Sie die gewählte Stichtabelle bei der Maschine auf, damit Sie bei einem späteren Moduswechsel nicht aus dem Gedächtnis raten müssen.
Offizielle Quellen b42, b44 und unsere Support-Seiten des b48 und die dort verlinkten englischsprachigen Handbücher des 2023.